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Inh. Andreas Sagert
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![]() geschlossen seit August 2017 |
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180
Grad plätten wirklich jede Falte
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"So glatt krieg ich das mit dem
Bügeleisen nie" / Seit fünf Jahren gibt es die Mangelstube
in der Nordstraße
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| Fürstenwalde (co) „Es ist so schön glatt, das schaffe ich selbst mit dem Bügeleisen nicht. Und ich kriege so auch mehr Stücke in den Schrank", sagt die 66-jährige Edeltraud Nasert. Regelmäßig bringt die Fürstenwalder Rentnerin ihre Tisch- und Bettwäsche in die kleine Mangelstube, dies es seit nunmehr fünf Jahren in der Nordstraße gibt. Chef Andreas Sagert repariert selbst Mangelgeräte in großen Wäschereien. Mit der Eröffnung der Firma wurden damals drei Arbeitsplätze ge- schaffen. Sagerts Mutter Erika ist nun schon in Rente, doch auch sie steht noch immer an der Maschine. Laufkundschaft gibt es kaum, die Mangelstube lebt von ihren meist älteren Stammkunden. Die geben ihre Wäsche mit Inhaltsangabe und Adresse versehen ab. „Sonst kommen wir durcheinander", sagt Erika Sagen, während sie eine große Tischdecke durch die 1,80-Meter-Rolle | schiebt. Vorher wird das Wäschestück noch einmal befeuchtet - bei 180 Grad bleibt dann wirklich keine Falte im Stoff. Auf der anderen Seite nimmt Sabine Fredow die Decke entgegen. „Ist nicht viel Betrieb, können die Kunden ihren Korb schon nach einer Stunde wieder abholen", sagt die Senior-Chefin. Es sind vor allem Tischdecken, Bettwäsche und Servietten, die zum Mangeln gebracht werden. So hat auch Liselotte Beyer, Stammkundin von Beginn an, wieder einmal einen Korb voller Wäsche auf den Gepäckständer ihres Fahrrads geschnallt. „Für meinen Mann und mich ist das optimal", sagt die 74-Jährige. „Ich mag meine Tisch- und Bettwäsche nicht mehr selbst bügeln." Sie hat das alles auch einmal durchgerechnet: Mit den Stromkosten daheim komme sie auf den selben Preis - nun hat sie dank der Mangelstube viel mehr Zeit für sich selbst. |
![]() Liselotte Beyer (74) hat gerade ihre fertige Wäsche abgeholt. Im Hintergrund haben sich Erika Sagert (links) und Sabine Fredow mittlerweile schon die nächsten Stücke vorgenommen. MOZ-Fotos: Bettina Winkler |